Feuer in Tiefgarage eines Wohngebäudekomplexes

Einsatz

Ludwigsburg, 9. August 2026 – Um 2:32 Uhr wurde die Feuerwehr Ludwigsburg in der Nacht von Samstag auf Sonntag durch die Integrierte Leitstelle mit dem Einsatzstichwort „Brandeinsatz“ zu einem Wohngebäudekomplex mit darunterliegender Tiefgarage alarmiert.

Bereits während der Anfahrt wurde aufgrund der ersten Rückmeldungen das Einsatzstichwort erhöht und weitere Einsatzkräfte zur Einsatzstelle nachgefordert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten sich die Bewohnerinnen und Bewohner bereits eigenständig in Sicherheit gebracht beziehungsweise waren durch einen Hausmeister evakuiert worden. Aus der über die Martin-Luther-Straße zugänglichen Einfahrt der mehrgeschossigen Tiefgarage drang eine dichte schwarze Rauchwolke.

Die Feuerwehr leitete umgehend einen umfangreichen Löschangriff ein. Mehrere Löschrohre wurden zur Brandbekämpfung eingesetzt. Parallel dazu kamen Hochleistungslüfter zum Einsatz, um den stark verrauchten Bereich zu entrauchen.

Die Brandbekämpfung stellte die Einsatzkräfte vor Herausforderungen. Neben der direkten Bekämpfung der brennenden Fahrzeuge war es insbesondere wichtig, die baulichen Strukturen der Tiefgarage kontinuierlich zu kühlen. Durch die bei einem Tiefgaragenbrand entstehende enorme Hitze können Decken, Wände und tragende Bauteile stark thermisch belastet werden. Daher wurden die Löschmaßnahmen so durchgeführt, dass neben den Brandstellen auch die Gebäudestruktur gekühlt wurden.

Die Rauchentwicklung breitete sich über mehrere Lichtschächte auch nach außen aus. Durch geöffnete Fenster drang Brandrauch zudem in einzelne Wohnungen des Gebäudekomplexes ein. Eine besondere Herausforderung für die Einsatzkräfte stellte die Größe und bauliche Struktur des Gebäudes dar. Um ein umfassendes Lagebild zu erhalten und alle betroffenen Bereiche kontrollieren zu können, war eine umfangreiche Erkundung erforderlich.

In der Tiefgarage brannten insgesamt vier Fahrzeuge vollständig. Zwei weitere Fahrzeuge wurden ebenfalls durch das Feuer beschädigt. Alle sechs betroffenen Fahrzeuge waren in einem Doppelparksystem abgestellt. Bei den betroffenen Fahrzeugen handelte es sich ausschließlich um Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Zahlreiche weitere Fahrzeuge in der Tiefgarage wurden durch den Brandrauch beaufschlagt.

Im weiteren Einsatzverlauf wurde zusätzlich ein Löschrohr mit Schaum eingesetzt. Bei einem der betroffenen Fahrzeuge war der Kraftstofftank aufgrund der starken Hitzeeinwirkung beschädigt worden, sodass Kraftstoff austrat und sich entzündete. Zur sicheren Bekämpfung des Flüssigkeitsbrandes wurde daher Löschschaum eingesetzt.

Tiefgaragenbrände stellen für die Feuerwehr aufgrund der hohen Brandlast, der starken Hitzeentwicklung, der eingeschränkten Zugänglichkeit sowie der schwierigen Entrauchung eine besondere Herausforderung dar.

Bei dem Einsatz wurde die Feuerwehr Ludwigsburg durch die Feuerwehr Freiberg am Neckar mit einer Führungsgruppe unterstützt. Die Feuerwehr Asperg war zudem mit einem Hochleistungslüfter an der Einsatzstelle.

Die rund 60 Bewohnerinnen und Bewohner wurden gemeinsam mit dem DRK-Ortsverein Ludwigsburg in der nahegelegenen Rundsporthalle betreut. Für den Transport der Bewohnerinnen und Bewohner kam unter anderem ein Bus des Landkreises Ludwigsburg zum Einsatz.

Nach Abschluss der Löscharbeiten mussten sowohl die Tiefgarage als auch Teile des Wohngebäudes umfangreich belüftet und vom Brandrauch befreit werden.

Durch das Feuer wurden neben den Fahrzeugen auch Teile der technischen Infrastruktur des Gebäudes beschädigt. In Teilen des Gebäudekomplexes ist deshalb keine Stromversorgung mehr vorhanden.

Die Feuerwehr Ludwigsburg war mit rund 58 Einsatzkräften und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützt wurde der Einsatz durch die Feuerwehr Freiberg am Neckar, die Feuerwehr Asperg, den DRK-Ortsverein Ludwigsburg, den Rettungsdienst sowie die Polizei des Polizeireviers Ludwigsburg.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens aufgenommen.

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