Der Bau der Schnellbahntrasse Wendlingen – Ulm wirkt sich deutlich auf das künftige Schienenverkehrsangebot im Landkreis Göppingen aus. Mit der Gesamtinbetriebnahme des Bahnprojekts einschl. des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 wird der ICE und IC-Verkehr vollständig auf die Neubaustrecke verlagert.
Mit der Teilinbetriebnahme der Neubaustrecke im Dezember 2022 entfielen schon im Vorgriff die bisherigen IC- und EC-Halte im Fernverkehr mit direkten Verbindungen nach München und zur Rheinschiene (Karlsruhe bzw. Mannheim) fast vollständig. Die Strecke blieb aber weiterhin mit durchfahrenden Zügen des Fernverkehrs belastet und damit für den Regionalverkehr extrem verspätungsanfällig.
Die Reisezeiten zu den genannten Zielen haben sich dadurch verlängert und mangels ausreichender Anschlusssicherheit in den Bahnhöfen Ulm und Stuttgart zusätzlich verschlechtert. Erwartungen des Landkreises und der Großen Kreisstädte, weiterhin Tagesrandverbindungen im Fernverkehr anzubieten, blieben bisher ohne Gehör.
Im Gegenzug konnten die Verbindungen im Regionalverkehr auf der Stammstrecke Stuttgart – Ulm im 30‘-Grundtakt optimiert werden. Der Zielzustand wird jedoch erst mit vollständiger Inbetriebnahme der Neubaustrecke und des Tiefbahnhofs Stuttgart 21 erreicht. Grundlage bildet das neue Angebotskonzept des Landes, das stündliche IRE-, RE- und RB-Verkehre vorsieht.
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