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Dörren und Trocknen von Gemüse

Jetzt in der Haupterntezeit im eigenen Garten haben wir oft viel mehr frisches Gemüse und Kräuter, als auf einmal gegessen werden kann. Natürlich legen wir uns daraus einen Vorrat an eigenen Gemüsen für den Winter an. Da das Platzangebot in den Gefrierschränken allerdings oft begrenzt ist, sollten wir uns über alternative Methoden der Vorratshaltung Gedanken machen. Für die allermeisten Gemüsearten ist das Trocknen sehr gut geeignet.
Glas mit eingelegten, getrockneten Tomaten
Das Dörren und Trocknen ist eine der ältesten Methoden um Lebensmittel haltbar zu machen. Dem Lebensmittel wird Feuchtigkeit entzogen und es wird so haltbar gemacht. Dörrgemüse ist somit jahrelang auf einfache Art platzsparend zu lagern und ideal für den Notvorrat.
 
Grundsätzlich lässt sich jedes Gemüse und die meisten Kräuter trocknen. Allerdings gibt es Unterschiede, was die Dauer der Trocknungszeit oder das Risiko für Schimmelbildung angeht.
Beim Trocknen von sehr wasserhaltigem Gemüse sollte der Trockenvorgang möglichst schnell gehen, damit das Gemüse in der Trocknungszeit nicht anfängt zu schimmeln.
Vergleichsweise „wasserarme“ Sorten wie Möhren, Zucchini, Sellerie oder Lauch lassen sich hingegen schnell trocknen.
Aus diesem Grund sollten sehr wasserhaltige Gemüse nur im Dörrautomat oder im Backofen gedörrt werden.
Grundregeln zum Trocknen und Dörren:
  • Reife, aber nicht überreife Lebensmittel verwenden. Nur gesunde, frische Ware verwenden.  
  • Klein geschnitten trocknet bzw. dörrt Gemüse schneller.
  • Lieber etwas höhere Temperaturen und kürzere Zeiten verwenden, um der Schimmelbildung vorzubeugen.
  • Damit das Dörrgut keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann, sollte es in luftdichten Vorratsdosen oder Gläsern aufbewahrt werden.

Trocknen an der Luft bzw. in der Sonne

Trocknen in der Sonne oder Wärme des Dachbodens über mehrere Tage hinweg ist zwar umweltfreundlich, da keine Energie verbraucht wird. Es dauert allerdings sehr lange, bis alle Flüssigkeit z.B. aus Tomaten vertrocknet ist. Bei der Lufttrocknung bleiben die meisten Vitamine erhalten. Allerdings brauchen die Lebensmittel auch am längsten, in der Regel mehrere Tage.
Vorgehensweise:
  • Gemüse waschen und sehr gut abtrocknen.
  • In dünne Ringe oder Streifen schneiden und auf ein Küchenhandtuch legen. Am besten auf einem Backblech oder einem großen Holzbrett.
  • An einen sonnigen, warmen, trockenen Ort stellen. Wenn draußen getrocknet wird sollte das Trockengut mit einem Fliegennetz abgedeckt werden, um zu verhindern, dass Fruchtfliegen oder andere Insekten darauf herumkrabbeln.
  • Das Gemüse 2-3 Mal am Tag wenden und das Handtuch austauschen, wenn es zu feucht ist.
  • Nach spätestens drei Tagen sollte das Trockengut vollständig getrocknet sein.
  • Wenn es sich noch biegen lässt, ohne dass es bricht oder noch eine gummiartige Konsistenz hat, muss es noch weiter getrocknet werden, oder zum vollständigen Trocknen doch in den Backofen gegeben werden.

Gemüse im Backofen dörren

Diese Methode eignet sich vor allem für sehr wasserhaltige Gemüsearten.
Allerdings verbraucht der Ofen in der Trocknungszeit Energie, was nicht ganz so umweltfreundlich ist.

Tomatenscheiben auf einem Backblech
Vorgehensweise:
  • Das Gemüse waschen und sehr gut abtrocknen.
  • In dünne Ringe oder Streifen schneiden und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Den Ofen auf 50 °C Umluft vorheizen.
  • Gemüse für mindestens 12 Stunden im Ofen trocknen. Besonders wasserhaltige Lebensmittel brauchen bis zu 24 Stunden. Die Ofentür sollte einen Spalt weit aufbleiben, damit die Feuchtigkeit gut abziehen kann (am besten einen Kochlöffel in die Backofentür klemmen).
  • das Gemüse muss so trocken sein das es bricht, wenn es stark gebogen wird.
  • Kühl und trocken lagern, am besten eignen sich hierfür Schraubgläser.

Obst und Gemüse im Dörrautomat haltbar machen

Der Dörrautomat hat einige entscheidende Vorteile im Vergleich zum Backofen.
Die Belüftung ist wesentlich besser, deshalb wird die Feuchtigkeit schneller abtransportiert.. Er benötigt wesentlich weniger Energie als ein Backofen. Die Anschaffung eines Dörrautomats lohnt sich insbesondere, wenn regelmäßig größere Mengen getrocknet werden.
Vorgehensweise:
  • Gemüse und Obst waschen und gründlich trocknen und in dünne Ringe oder Streifen schneiden.
  • Das Gemüse nach Gebrauchsanweisung in den Dörrautomaten legen und bei 60 °C für mindestens 8 Stunden trocknen. Sehr wasserhaltiges Gemüse braucht zum Dörren mindestens 20 Stunden. Das Gemüse muss so trocken sein das es bricht, wenn es stark gebogen wird
  • Kühl und trocken lagern, am besten eignen sich hierfür Schraubgläser.

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