Rain Maiden
George Céspedes & Julio César Iglesias Choreografie
Ben Frost Musik & Video & Licht
Danza Contemporánea de Cuba
Als choreografisches Ritual der Erneuerung beschwört »Rain Maiden« die Kraft des Weiblichen herauf, die alle Körper durchströmt. Die Inspiration der beiden kubanischen Choreografen stammt aus dem deutschen Norden: Theodor Storms Roman »Die Regentrude« erzählt von einer verheerenden Dürre, in der die Menschen Hilfe bei einer alten Legende suchen – bei einer versteinerten Frau, die es regnen lassen kann. »Rain Maiden« ist ein Stück über die Erderwärmung: Die Naturgewalten entziehen sich jeder menschlichen Kontrolle, und der Tanz schildert auch die pure Ohnmacht angesichts der unberechenbaren Kräfte dieser Erde. »Rain Maiden« wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut in Havanna entwickelt.
Die beiden Choreografen sind mit ihrem dynamischen, stark körperlichen Stil in Deutschland bereits gut bekannt. Der junge Wilde George Céspedes gilt mit seinen rebellischen, oft auch mathematisch begründeten Werken als einer der führenden zeitgenössischen Choreografen Kubas und war bereits beim Colours-Festival in Stuttgart zu Gast. Julio César Iglesias studierte – wie Céspedes – zunächst klassischen Tanz, bevor er in Europa Tanztheater und zeitgenössische Idiome kennenlernte. Die Musik zur Sage vom Regenmädchen stammt von dem australisch-isländischen Filmkomponisten Ben Frost. Danza Contemporánea de Cuba wurde 1959 gegründet und ist damit ebenso alt wie das Nederlands Dans Theater. Die vibrierende Energie der Tänzer, die explosive Mischung aus kubanischen Rhythmen und zeitgenössischem Tanz verleihen der Kompanie ihre ganz eigene Ästhetik – und sorgen stets für Überraschungen.
EINFÜHRUNG 16.20 Uhr