Das Gebiet des heutigen Landkreises Göppingen umfasste insbesondere Herrschaftsanteile des Herzogtums Württemberg mit seinem Oberamt Göppingen, der Reichsstadt Ulm mit ihrer Unteren Herrschaft um Geislingen sowie Territorien von Adelsfamilien wie der Grafen von Helfenstein (bis 1627), Rechberg und Degenfeld sowie den Adelsfamilien Liebenstein und Zillenhart.
Nach 1806 kamen nahezu alle Gebiete an das Königreich Württemberg und wurden in dessen Oberamtsstruktur eingegliedert. Den Großteil der heutigen Landkreisfläche umfassten die Oberämter Göppingen und Geislingen, einige Orte gehörten zeitweilig zu den Oberämtern Schorndorf, Kirchheim, Schwäbisch Gmünd und Welzheim. 1938 wurden die Kreise Göppingen und Geislingen zum Landkreis Göppingen zusammengelegt. Bis 1973 wurde die Zusammensetzung der Kreisgemeinden nochmals geringfügig verändert. Heute zählt der Landkreis neun Städte und 29 Gemeinden.
Ein Großteil der schriftlichen Überlieferung der Gemeinden des Landkreises befindet sich, was die Zeit vor 1800 betrifft, im Hauptstaatsarchiv Stuttgart, dem Staatsarchiv Ludwigsburg, dem Stadtarchiv Ulm sowie in den Adelsarchiven Rechberg und Degenfeld. Auch die Stadtarchive Göppingen und Geislingen verfügen über zahlreiche Dokumente zur Stadtgeschichte vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Gemeindearchive bieten vor allem für die Zeit nach 1800 eine Auswahl von Unterlagen.
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